Stolpern über Historisches

Es ist einer meiner ersten Abende in Rom. Ich bin schon ganz voll von Erlebnissen und Eindrücken, neuen Stimmen, Gerüchen und Farben. Langsam wird es dunkel, in der Dämmerung scheint das Kopfsteinpflaster zu glänzen und die Straße kommt mir plötzlich uralt vor.

Ich biege um eine Ecke und plötzlich steht es da: das Pantheon. Einfach so. Mitten auf der Piazza. Die Kuppel verschwindet schon fast im dunklen Himmel. Mit der Ruhe eines Gebäudes, das seit fast 2000 Jahren am gleichen Fleck steht, strahlt es einen Hauch von Ewigkeit aus.

Ob man da wohl rein kann? Man kann. Eintritt frei. Ich betrete den runden Bau und laufe langsam bis zur Mitte vor. Hebe den Blick in die Kuppel – und bin sprachlos. Das Gefühl unter einem Himmel zu stehen, in einem Rund, dass nicht fassbar ist, verloren und aufgehoben zugleich, im Zentrum von allem und doch irgendwo im Raum zu schweben. Kloß im Hals. Gänsehaut.

Ich bleibe stehen und schaue. Ich laufe los und versuche den Raum mit Schritten zu erfassen, mich zu verorten, setze mich auf eine Bank, bin immer noch sprachlos.

Später sitze ich mit einer Pizzetta auf den Stufen des Brunnens der Piazza. Ein Straßenmusiker spielt Beatles und ähnliches, das Pantheon erstrahlt im sanften Gold. Es ist etwas kühl aber nicht zu kalt, und es riecht nach Frühling. Ich staune, dass das alles echt ist!! und bin unendlich dankbar dafür hier zu sein, jetzt in diesem Moment.

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