80 Seiten in 8 Wochen – Tagebuch einer Masterarbeit – Woche 5

Puh! Was für eine Woche…! Nicht die Beste, soviel vorweg. Und doch mit einem überraschenden Happy End, würde ich sagen. Wenn auch vielleicht anders als gedacht und um eine Erkenntnis reicher.

Aber von vorne.

Ich hab ja letzte Woche schon ein bisschen rumgejammert, dass das Schreiben langsam so langweilig wird und ich im Moment nicht so motiviert bin. Trotzdem war ich letzte Woche tatsächlich ziemlich produktiv! Ich habe meine 10 Seiten geschrieben, teilweise sogar noch im Zug am Sonntag Abend. Dass Ihr das im Artikel so nicht gesehen habt, tut mir Leid, da ist mit dem Upload was schiefgegangen.

Ich war viel unterwegs, hab Freunde und Familie getroffen und mich von dem ganzen Schreibkram innerlich immer mehr abgewandt. Umso schwerer fiel es mir dann aber diese Woche wieder neu anzusetzen und ich habe deshalb wirklich fast nichts getan. Aber wie das immer so ist: Wenn ich nix tue wird ja die Arbeit nicht weniger. Und schon steigt der Druck, noch mehr zu tun. Denn mehr geht ja immer! Ich hab mir immer weniger Zeit genommen um beispielsweise mal was leckeres zu kochen – und dann doch nur weiter Videos geguckt. . .

Am Samstag war ich dann eigentlich mit einer Freundin verabredet, aber der selbsterzeugte Druck war inzwischen so groß, dass ich ihr abgesagt habe. Vielleicht das Beste, was ich überhaupt tun konnte, denn mit einer kurzen Sprachnachricht sagt sie genau das, was ich in dem Moment brauchte: „Oh man, dass hört sich ja echt scheiße an. Aber denk dran, mach auch mal ne Pause! Auch wenn es gerade vielleicht echt schwer fällt.“

Genau das ist der Knackpunkt. Aus dem Kreislauf ausbrechen, selbst im ganz Kleinen ist super schwer. Ich hatte schon seit zwei Tagen das Gefühl, ich brauch ne Pause, Zeit für mich. Aber ich hab sie mir nicht gegönnt oder eben nicht genutzt, sondern erst nachträglich zugestanden. Heute wieder nix geschafft? Ach naja, jeder braucht mal ne Pause. Nach dieser Sprachnachricht bin ich spazieren gegangen, hab am Hafen aufs Wasser geguckt und ne Pizza in einer unserer Nordstadtbuden gegessen. Endlich wieder Ruhe im Kopf. Endlich wieder gut gegessen. Dann noch ein Bier von der Bude und nach nur zwei Stunden war ich so entspannt wie die ganze Woche nicht mehr. Ich hab mir den Abend dann auch noch geschenkt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Mein neues Motto: Wenn du es eilig hast, gehe doppelt so langsam.

Was bedeutet Erfolg? Dass ich hier eine Seitenzahl veröffentliche und meine To Do’s abhake? Bestimmt, dass ist wichtig. Und es motiviert mich. Aber mein Ziel für diese Arbeit war eigentlich, mit möglichst wenig Stress durch die Zeit zu kommen. Die intellektuelle Herausforderung zu genießen. Bei mir zu bleiben. Ich würde sagen, diesem Ziel bin ich diese Woche ein gutes Stück näher gekommen.

 

Einen ganz herzlichen Dank an alle, die mir in der letzten Woche online oder offline zugesprochen haben. Ihr alle habt mich ein Lächeln weiter zu meinem Ziel gebracht. 🙂

 

12 Kommentare zu „80 Seiten in 8 Wochen – Tagebuch einer Masterarbeit – Woche 5

  1. Ach, Marita Du machst das! Es geht bei so einer Arbeit immer auf und ab! Und die bewußten Pausen sind echt wichtig! Anders käme ich überhaupt nicht durchs Leben.
    Weiter so! Der Weg stimmt!
    Gruß
    Gernot

    Gefällt 1 Person

  2. Ich kann mich den anderen Kommentaren nur anschließen. Am Ende wirst du deine Arbeit abgeben, aber alles , was du auf dem Weg dahin erlebt, gelernt und verinnerlicht hast, wird in dir erhalten bleiben,als Erinnerung, als Prägung, als “ Die Zeit der Masterarbeit“.
    ICh wünsch dir bis dahin noch viele energievolle Schreibmomente und genussvolle Pausen.
    ( oder Genussvolle Schreibmomente und energieschöpfende Pausen… )
    Liebe Grüße
    Kathrin

    Gefällt 1 Person

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