Singen ist mein Yoga

In den letzten Monaten habe ich einen Schatz wieder gefunden: Das Singen. Ich habe mir nach langer Pause wieder einen Chor gesucht, mir langsam das Repertoire angeignet und nun ist es langsam so weit: Ich singe wieder frei heraus, genieße es wie meine Stimme durch die Musik gleitet, mühelos einige Höhen nimmt und meinen Körper zum Klingen bringt. Dabei höre ich die anderen, die zwar etwas anderes singen, aber gemeinsam kommt dabei ein Klang zustande, der mich wirklich erfüllt.

Fast gleichzeitig mit meinem Wiedereinstieg in einen Chor habe ich auch angefangen Yoga zu machen. Und mir sind einige Ähnlichkeiten aufgefallen, die ich ziemlich erstaunlich fand.

Singen braucht den ganzen Körper. Fest stehen, offene Haltung, der richtige Atem und die richtige Stütztechnik im Zwerchfell. Ein bisschen Schwung in den Hüften kann auch nicht schaden. Und hören muss man natürlich! Nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen. Einer von vielen sein. Gemeinsam etwas erschaffen. Das ist eines der besten Gefühle, die ich kenne. Mein Yoga Lehrer erzählte letztens, dass gemeinsames singen die Selbstwirksamkeit stärkt. Deshalb singt man beim Yoga das Om!

Weil man so viel auf einmal machen muss, muss ich mich beim singen oft ganz schön konzentrieren. Aber gerade diese Konzentration beim tun ist ja das, was so entspannt! Beim Singen kann ich wunderbar loslassen. Danach ist mein Kopf so frei wie nach den besten Entspannungsübungen. Genau wie beim Yoga. Auch hier ist die Konzentration auf Bewegungen und Atmen das, was zuindest bei mir dazu führt, dass ich alles andere los lassen kann.

Beim Yoga lerne ich gerade erst, die Bewegungen. Aber ich singe seit ca. 20 Jahren, allein fast 10 Jahre davon bei einem Chorleiter, der mich sehr geprägt hat. Die grundlegenden Techniken sind mir so selbstversändlich, dass ich jetzt bei der neuen Chorleiterin fast ein bisschen aufpassen muss. Sie mcht nämlich einiges anders.

Beides macht mir total viel Spaß und auch wenn ich beim Yoga noch nicht so loslassen kann, wie beim Singen merke ich doch, dass es mir viel Ruhe gibt und das ist vielleicht auch der wichtigste Unterschied: Nach dem Chor fahre ich oft laut singend nach Hause – ich teile meine Freude mit jedem, der mir in die Quere kommt 😀 Nach dem Yoga bin ich eher still und ganz bei mir. Es braucht eben Beides – einen Weg in der Mitte.

2 Kommentare zu „Singen ist mein Yoga

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