Kannst du akzeptieren wer Du bist?

Es war um 3.00 Uhr morgens. Auf einer WG Party. Im Hintergrund lief Musik, Menschen tanzen und singen mit. Wir standen auf dem Flur, nebeneinander, ein leeres Glas Wein, ein halb volles Bier. Wir waren so hineingeschlittert in dieses Gespräch, das vielleicht nur deshalb möglich war, weil wir uns schon aus einem ganz anderen, ernsteren Kontext gut kannten ohne die wichtigen Fragen jemals gestellt zu haben. Wir hatten über Emotionalität gesprochen, über unsere Hilflosigkeit gegenüber den großen Problemen der Zeit, über Aktionsimus und gerechtes Handeln. Und dann schwappten die mitgesungenen Takte eines Songs zu uns heraus:

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Morgens ist einfach nicht mein Tag

In den letzten Tagen habe ich eine Feststellung gemacht: Ich bin gerade in der ganz falschen Filterblase. Nämlich in einer in der die Menschen morgens um 6.00 Uhr aufstehen, Yoga machen, Dankbarkeitstagebücher schreiben, Meditieren und grüne Smoothies trinken. UND DAS VOR DEM FRÜHSTÜCK!!

Falls ihr es noch nicht ahnt, hier kommt ein Outing: Ich bin ein Morgenmuffel.

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Reise Resumee

Als ich vor über einem Jahr angefangen habe diesen Blog zu schreiben, wollte ich in erster Linie meine Gedanken teilen und meiner Freude am formulieren nachgehen. Inzwischen freue ich mich auch über den Austausch, der an manchen Stellen entsteht und darüber, Eure Gedanken zu lesen. Für mich als „Produzentin“ ist das hier aber auch meine persönliche Texsammlung. Und deshalb füge ich hier heute einen Text ein, der schon etwas älter ist und den ich vor einer Weile auf meinem Handy wieder entdeckt habe.

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Von Handyfotos und großer Freude

Ich gebe es freimütig zu: Ich habe eine Zeitlang mein Essen fotografiert. Nicht jedesmal und auch selten im Restaurant oder so, aber doch zu Hause. Damals habe ich viele neue Rezepte ausprobiert und Foodblogs gelesen. Ich habe mich so gefreut, wenn mein Essen am Ende richtig schön aussah – oder wenn es phänomenal geschmeckt hat. Machmal habe ich das Foto an Freunde oder Familie geschickt. Um meine Freude mit ihnen zu teilen. (Ich mag es sehr meine Begeisterung für Dinge mitzuteilen ;)). Viele Fotos habe ich aber auch nie wieder angesehen. Und deshalb habe ich mich gefragt, warum tue ich das? Und was passiert mit mir, wenn ich ein Handyfoto aufnehme?

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Da steckt Arbeit drin

In unserem Garten hat meine Mitbewohnerin Kräuter, Mangold, Zucchini und Tomaten angepflanzt. Bei den momentanen Temperaturen hängen schnell die Blätter, aber Mareike ist unermüdlich. „Den Pflanzen geht’s nicht gut!“ meint sie und steht schon an der Regentonne. Jeden Abend dreht sie die Runde und bewässert alle Pflanzen. Langsam werden die Tomaten rot. Sie sind unglaublich lecker, süß, saftig mit leichter Säure. Nur möglich, weil Mareike jeden Tag gießt, Blättchen zupft, Stängel hochbindet und düngt.

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Münsterstraße rauf und runter

Ich liebe die Münsterstraße. Kopfsteinpflaster, Bäume an den Seiten, nette Geschäfte, gute Lokale und viele Menschen auf der Straße. Lebendig. Besonders. Erlebnisreich. Kinder spielen Fußball auf dem Platz vor der Kirche. Abends sitzen die Alten hier in der Sonne.

Falls du aus Dortmund kommst, weißt du vermutlich was ich meine. Wenn du nicht aus Dortmund kommst, dann hab ich dir vielleicht ein Bild in den Kopf gezaubert, dass dich an die verträumte Idylle einer Kleinstadt denken lässt. Wie passt das zu Dortmund?

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Wenn einfach alles scheiße ist…

Wenn der erste Blick aus dem Fenster dir zeigt, dass es schon wieder regnet (wie die ganze letzte Woche…),

wenn du dich dann (nur noch 5 Minuten) noch mal rumdrehst und eine halbe Stunde später aufwachst und dich plötzlich beeilen musst…

wenn beim Frühstück plötzlich ein 4 jährigess Kind in der Küche sitzt (Besuch von meiner Mitbewohnerin, aber bitte: Kinder! morgens! vor dem Frühstück!!)…

wenn es auf dem Weg zur Metro merkst, dass die Pfützen ziemlich tief und deine neuen Schuhe nicht wasserdicht sind, und der Blick nicht weiter reicht, als die Scheuklappen der Kapuze zulassen,

… dann hat der Tag irgendwie scheiße angefangen…

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