Analog Fotografieren

Ich bleibe auf der Brücke stehen und schaue über den Fluss. Das Licht kommt schräg zwischen den Bäumen hindurch, taucht die Zweige in einen orangenen Schimmer. Das Wasser sieht aus wie blaue Seide, die Boote schaukeln leicht im Strom.

Es ist ein stimmungsvoller Anblick, eine Atmosphäre.

Ich ziehe den Riemen der Kamera von der Schulter und schaue durch den Sucher. Welcher Bildausschnitt fängt ein, was ich will? Bäume links, Boote leicht rechts, in der Mitte ein breiter Wasserstreifen? Oder doch lieber die Boote in der Mitte und die Zweige nur unscharf am Rand? Ich drehe am Focus, stelle scharf, teste das Licht und verschiedene Blickwinkel. Ich lege mich fest, fokussiere , stelle im Zoom die richtigen Werte ein. Wie ist die Belichtungszeit? Doch lieber die Kamera auf die Brüstung legen. Noch mal durch den Sucher gucken, scharfstellen, Zoom festlegen.

Und dann auf den Auslöser drücken.

Klick-Klick

Und den Film weiter spannen.

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Das musst du mit eigenen Augen sehen!

In meinem letzten Beitrag habe ich ja darüber geschrieben, dass ich früher ziemlich viele Handyfotos gemacht habe. Dabei ist mir noch eine andere Situation eingefallen in der häufig Fotos entstehen, und zwar im Museum. Vielleicht kennt Ihr die von Kameras umlagerten „Meisterwerke“ in große Museen. Da Kultur und der Umgang damit, mich ja besonders interessiert, war mir das einen eigenen Beitrag wert. Und eben darum sind vielleicht hier und da auch die wissenschaftlichen Pferde ein bisschen mit mir durch geangen. Dafür gibt’s dann aber unten nochmal ein paar ganz praktische Tipps 😉

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Von Handyfotos und großer Freude

Ich gebe es freimütig zu: Ich habe eine Zeitlang mein Essen fotografiert. Nicht jedesmal und auch selten im Restaurant oder so, aber doch zu Hause. Damals habe ich viele neue Rezepte ausprobiert und Foodblogs gelesen. Ich habe mich so gefreut, wenn mein Essen am Ende richtig schön aussah – oder wenn es phänomenal geschmeckt hat. Machmal habe ich das Foto an Freunde oder Familie geschickt. Um meine Freude mit ihnen zu teilen. (Ich mag es sehr meine Begeisterung für Dinge mitzuteilen ;)). Viele Fotos habe ich aber auch nie wieder angesehen. Und deshalb habe ich mich gefragt, warum tue ich das? Und was passiert mit mir, wenn ich ein Handyfoto aufnehme?

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Da steckt Arbeit drin

In unserem Garten hat meine Mitbewohnerin Kräuter, Mangold, Zucchini und Tomaten angepflanzt. Bei den momentanen Temperaturen hängen schnell die Blätter, aber Mareike ist unermüdlich. „Den Pflanzen geht’s nicht gut!“ meint sie und steht schon an der Regentonne. Jeden Abend dreht sie die Runde und bewässert alle Pflanzen. Langsam werden die Tomaten rot. Sie sind unglaublich lecker, süß, saftig mit leichter Säure. Nur möglich, weil Mareike jeden Tag gießt, Blättchen zupft, Stängel hochbindet und düngt.

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Kaffee trinken – eine Kulturtechnik

Wer kennt es nicht: Die Oma hat Geburtstag, pünktlich um 16.00 findet sich die Familie ein. Der Tisch ist festlich gedeckt mit dem besten Geschirr, in der Mitte die Geburtstagstorte und daneben – die Kaffeekanne mit Omas bestem Filterkaffee. Dieses Bild kommt mir in den Kopf, wenn ich versuche die Begriffe „Kaffee“ und „Tradition in Deutschland“ gedanklich mit einander zu verbinden. Natürlich geht das Ganze auch ohne Geburtstag und sogar ohne Oma, stattdessen mit der besten Freundin / dem besten Freund, aber halt gemeinsam mit netten, bekannten Menschen, gemütlich und am besten mit einem Stück Kuchen. Und dem Filterkaffee.

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