lassen

loslassen. einlassen. zurücklassen. dieses lassen geht mir nicht mehr aus dem kopf. ist es nicht seltsam, dass wir aktiv etwas nicht tun können? was passiert, wenn wir lassen? ich weiß es nicht und vielleicht ist es das. wenn wir lassen, dann tun wir etwas nicht. Wir handeln gegen unseren Impuls. wir lassen.

und etwas passiert. ohne unser zutun. durch unser lassen. unterlassen. was passiert? vielleicht haben wir es kommen sehen. vielleicht ist es neu. vielleicht überraschend. vielleicht passiert etwas, das wir nie geahnt haben. erlassen. ablassen. verlassen. vielleicht passiert auch etwas, dass wir aktiv nie hätten bewirken können. erst im lassen, im nicht tun, wird es möglich.

gerade würde ich gerne etwas lassen. auf vielen ebenen. vielleicht, damit etwas anderes passieren kann. etwas neues. vielleicht kann ich dann irgendwann auch mich selbst lassen. gelassen. aber was kann ich noch lassen? zulassen? einlassen? loslassen? verlassen? auch spannend: verlassen und verlassen. wie passt das zusammen? ver. lassen. ver. vertrauen.

Die Text-Gallerie zur Schreib-Lotterie ist da!

Es ist Frühling! Der Kirchbaum erfindet täglich 1000 neue Blüten, die Amsel schreibt neue Lieder und auch mir kribbelt die Kreativität unter den Fingernägeln. Wie sich herausgestellt hat ging es einigen von Euch ähnlich: 19 Menschen haben sich auf meinen Aufruf zur Schreib-Lotterie gemeldet! Die Idee: Jeder der möchte, schickt ein Bild ein und wirft es damit als Schreib-Los in den Topf. Die Bilder werden dann jeweils anderen Teilnehmer*innen zugelost. Dann war eine Woche Zeit zu dem Bild einen Text zu verfassen – ohne weitere Vorgaben. Das Ergebnis lest ihr nun hier in der Text Gallerie.

Ich habe leider keine gute Möglichkeit gefunden, die Text Gallerie für’s Handy gut zu formatieren. Am besten genießt ihr sie daher an einem etwas größeren Bildschirm oder Display.

Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben. In jedem Bild und jedem Text findet sich ein einzigartiger Blick auf die Welt! Euch allen, und allen weiteren Lesern, viel Freude beim schmökern und entdecken.

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Die Schreib-Lotterie – sei dabei, denn jedes Los gewinnt!

Seit zwei Woche sitze ich nun zu Hause – wie vermutlich die meisten von Euch auch. Ich habe das große Glück, gemeinsam mit meinen tollen Mitbewohnern in selbstgewählter Quaratäne zu sitzen. Ich bin froh, in einer Wohnung zu wohnen, die groß genug ist das alle gleichzeitig laut Musik hören können, ohne das es jemanden stört und sogar über einen kleinen Garten zu verfügen. Uns geht’s gut. Wir hören zusammen Podcasts und feiern bei virtuellen Konzerten in Wollsocken ab. Wir kochen gemeinsam und wechseln uns mit dem Einkaufen ab. Kurz: Wir haben verdammtes Glück, die Welt vom Sofa aus retten zu können.

Aus unterschiedlichen Gründen haben wir alle gerade nicht viel zu tun. So richtig im Homeoffice ist niemand, oder zumindest nicht mehr als wir es alle aus unserer Studentenzeit eh gewohnt sind. Hier und da hat jeder so seine Aufgaben, aber es gibt auch viel freie Zeit. Ähnlich bemerke ich es auch bei meinen Freunden und stelle erstaunt fest: Vielen macht die viele freie Zeit Sorgen. Sie wissen nichts mit sich anzufangen, wenn sie keine Freizeitaktivitäten im Kalender eintragen können. Sie finden keine Aufgaben, wenn sie keine To Do Listen abzuarbeiten haben. Kurz: Sie langweilen sich.

Ich muss sagen, dass mich das ehrlich erstaunt hat. Wenn die Beschallung und das Beschäftigungsangebot von außen nicht geliefert wird, fällt es einigen meiner Freunde schwer, sich selbst zu beschäftigen. Für mich ist das schwer vorstellbar. Solange ich nicht sozial völlig isoliert bin und mich in meiner normalen Umgebung aufhalten kann, genieße ich diese Langeweile geradezu. Ich kann aus mir selber schöpfen und Neues schaffen! Ich genießte die Ruhe, in der ich meinem Innern mehr Beachtung schenken kann. Sonst bin ich dabei schnell abgelenkt – jetzt kann ich in Ruhe in mich hineinhören. Im normalen Alltag ist kaum Zeit, auch nur die Ideen zu notieren – jetzt kann ich ihnen Raum geben und sie feilen. Kurz: Ich bin kreativ und finde immer etwas zu tun.

Vielleicht haben es kreative Menschen, gerade einfacher. Langeweile ist für sie kein Grund zur Sorge, sondern ab und an ganz angenhem und oft sogar produktiv. Ob wohl gerade mehr Menschen ihre Kreativität entdecken? In der Verzweiflung der Langweile und im Schutz der eigenen vier Wände den Pinsel in die Hand nehmen oder sich mutig vor das weiße Blat Papier setzen? Und dabei den Flow und die Freude daran entdecken, etwas aus sich selbst hervorzuholen, von dem man vorher nicht wusste, das es da war? Es guckt ja niemand zu. Es beurteilt ja niemand das Ergebnis. Kurz: Man könnte es ja einfach mal ausprobieren!

Mut genug? Dann mach mit!

Bei mir setzt die Langeweile in Verbindung mit der Frühlingsluft gerade einen großen Kreativitätschub frei. Ich habe viel Lust zu schreiben – und Lust, das mit Menschen gemeinsam zu tun! Daher startet hier und heute die Schreib-Lotterie!

Wirf dein Los in den Topf

Du hast Lust zu schreiben und dich dabei von anderen inspirieren zu lassen? Dann begib Dich auf die Suche. Deine erste Aufgabe ist ein Bild. Es kann ein Foto sein, von einem spannenden Gegenstand oder aus einem alten Fotoalbum, es kann eine Postkarte sein oder eine eigene Skizze. Dieses Bild ist dein Los, das du in den Topf wirfst – also mir schickst. Sagen wir mal bis Mittwoch 1. April.
Bildern bitte an: vondingenundgedanken[at]gmx.de oder als Instagram PM an @die_banausin.

Jedes Los gewinnt!

Danach werden die Bilder unter allen Teilnehmern verlost. Du bekommst also das Bild von einem anderen Teilnehmer zugeschickt und hast nun Zeit zu diesem Bild einen Text zu schreiben. Gedicht, Brief, Tagebucheintrag, Songtext, Kurzgeschichte, Drehbuch oder philsophischer Essay – völlig egal! Wie lange hast du Zeit? Sagen wir mal eine Woche, also bis zum 8. April.
Auch die Texte gehen dann an: vondingenundgedanken[at]gmx.de oder als Instagram PM an @die_banausin.

Ende der Geschichte? Die Geschichten Gallerie!

Dann schickst du mir den Text wieder zu oder du veröffentlichst ihn auf deinem Blog und schickst mir den Link. Ich bastel dann eine große Geschichten Gallerie in der ihr alle Text lesen könnt und so zum Beispiel seht, was aus Eurem Bild vom Anfang geworden ist.

Disclaimer
Mit der Einsendung deines Textes erklärst du dich einverstanden, dass ich den Text im Zusammenhang mit der Schreib-Lotterie auf meinem Blog http://www.vondingenundgedanken.com veröffentlichen darf. Sehr cool wäre es außerdem, wenn auch das Bild gemeinfrei ist, bzw. du mir erlaubst es zu veröffentlichen. So kann ich am Ende Text und Bild zusammen zeigen.

So, jetzt aber los!

Sonst nie – diesmal aber ausdrücklich: Wenn du jemanden kennst, dem diese Idee auch noch Spaß machen könnte, leite diesen Aufruf doch gern weiter 🙂 Alle Infos findest du ganz kompakt auch noch einmal hier auf der Startseite!

Schau Dich um und lass Dich inspierieren! Wirf dein Los in den Topf und gewinne eine Runde Schreiberei! Und schließlich – sei dabei in der großen Geschichten Gallerie!

An das unmögliche Glauben

Manchmal frage ich mich: Wo ist eigentlich die Grenze zwischen dem, was ich mir vorstelle und dem was da ist?

Die Welt ist voller Wunder. Und dabei denke ich noch nicht mal an die sieben Weltwunder oder die Wunder der Natur. Ich will hier auch keine Märchen erzählen, auch wenn es im Folgenden um Feen und Zwerge geht, um Zauber und Magie. Ich will auch keine flabsigen Sprüche klopfen: „Das Leben ist ein Wunder blabla…“ Nein. ich bin wirklich überzeugt, dass die Welt voller Wunder ist. Die entscheidende Frage ist: Glaubst du auch daran? Glaubst du, an das Unmögliche?

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Vom Wünschen

Als Kind hatte ich die krude Vorstellung, dass meine Wünsche nur dann wahrwerden, wenn ich sie mir gerade nicht wünsche. Seltsame Kinderlogik. Ich verbrachte Abende vor dem einschlafen mit Nicht-wüschen – also möglichst aktiv zu vergessen, was ich mir eigentlich wünschte und eine neutrale Haltung dazu anzunehmen. Leider weiß ich nicht mehr, wie gut das so funktioniert hat 😀

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Kannst du akzeptieren wer Du bist?

Es war um 3.00 Uhr morgens. Auf einer WG Party. Im Hintergrund lief Musik, Menschen tanzen und singen mit. Wir standen auf dem Flur, nebeneinander, ein leeres Glas Wein, ein halb volles Bier. Wir waren so hineingeschlittert in dieses Gespräch, das vielleicht nur deshalb möglich war, weil wir uns schon aus einem ganz anderen, ernsteren Kontext gut kannten ohne die wichtigen Fragen jemals gestellt zu haben. Wir hatten über Emotionalität gesprochen, über unsere Hilflosigkeit gegenüber den großen Problemen der Zeit, über Aktionsimus und gerechtes Handeln. Und dann schwappten die mitgesungenen Takte eines Songs zu uns heraus:

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Singen ist mein Yoga

In den letzten Monaten habe ich einen Schatz wieder gefunden: Das Singen. Ich habe mir nach langer Pause wieder einen Chor gesucht, mir langsam das Repertoire angeignet und nun ist es langsam so weit: Ich singe wieder frei heraus, genieße es wie meine Stimme durch die Musik gleitet, mühelos einige Höhen nimmt und meinen Körper zum Klingen bringt. Dabei höre ich die anderen, die zwar etwas anderes singen, aber gemeinsam kommt dabei ein Klang zustande, der mich wirklich erfüllt.

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Morgens ist einfach nicht mein Tag

In den letzten Tagen habe ich eine Feststellung gemacht: Ich bin gerade in der ganz falschen Filterblase. Nämlich in einer in der die Menschen morgens um 6.00 Uhr aufstehen, Yoga machen, Dankbarkeitstagebücher schreiben, Meditieren und grüne Smoothies trinken. UND DAS VOR DEM FRÜHSTÜCK!!

Falls ihr es noch nicht ahnt, hier kommt ein Outing: Ich bin ein Morgenmuffel.

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